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Glücksbringer 2010 |
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Wie schön, dass n och alle zusammen sind - nur Teammitglied Heinz Schmidt ist gerade im Urlaub (v.l.): Peter Beine, Holger Erb, Wolfram Rozandsky, Gerd Milas und Gerd Bötel mit dem von den Ruhrnachrichten spendierten Lottoschein. Der zweite Geburtstag Tischtennis-Teamkollegen holten Gerd Milas vor einem Jahr ins Leben zurück "Ich war tot", erzählt Gerd Milas (65) und schmunzelt. Doch er sagt, ist kein Witz. Das weiß niemand besser als seine vier Tischtenniskollegen aus der zweiten Mannschaft der Sportfreunde Schnee. Sie haben den langjährigen Geschäftsführer der Tischtennisabteilung im Verein genau vor einem Jahr wieder ins Leben zurückgeholt. "Jetzt hat er nicht mal den kleinsten Schaden. Nur den, den er vorher schon hatte", tut Wolfram Rozandsky (65) kund und streichelt seinem Teamkollegen schmunzelnd übers Haar. Die muntere Männerrunde lacht, doch am 13. März 2009 war ihnen allen so gar nicht danach zu mute. Da brach Milas auf der Bank einer Wattenscheider Sporthalle mitten im Turnier plötzlich zusammen, kippte einfach vornüber zu Boden. "Du hattest mir vorher schon erzählt, dass Du Dich nicht so wohlfühlst", erinnert Peter Beine (51) seinen Teamkollegen, dem selbst jede Erinnerung an die Zeit kurz vor dem Zusammenbruch fehlt."Das ist normal, das kennt man von Unfällen" weiß Peter Beine. Als Milas am Boden lag, konnten seine Teamkollegenkeine Atmung und keinen Puls mehr feststellen. Da nahm Wolfram Rozandsky(65), Polizeibeamter im Ruhestand, das Heft in die Hand: Abwechselnd machten die Freunde Herz-Druckmassage. "Nach zwei, drei Minuten war ich platt, der Schweiß lief mir so runter", Wolfram Rozandsky. "Ich habe ihm sogar eine Rippe angebrochen, gibt Beine zu. Doch das verzeiht ihm Milas, der KFz-Meister im Ruhestand unter den Umständen natürlich gern. Elektroniker Holger Erb (45) war nicht untätig und sorgte für die Mund-zu Mund-Beatmung. "Ich habe gar nicht gemerkt, ob von der Luft irgendwas ankommt", berichtet er von seiner Unsicherheit. "Wir aber", beruhigen die Teamkollegen noch nachträglich. Sie haben hinterher von den Ärzten erfahren, dass das Nichtstun in einer so dramatischen Situation immer das falscheste ist. Milas lag noch drei Tage mit Herzkammerflimmern im Koma . Seit einer Operation geht es ihm wieder prima. Und heute am 13. März , da treffen sich alle: "Es wird mein zweiter Geburtstag gefeiert". 13.03.2010, Susanne Linka, Ruhrnachrichten Wir bedanken uns bei der Redaktion der Ruhrnachrichten für die Freigabe von Bild und Text. |
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